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Prof. Dr. Mirjam Berneburg

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Achtung süß! Wo lauern die eigentlichen Zuckerfallen in Fruchtschorlen, Eistee, Slushi und Co.?

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Sonne, Sommer, eine kühle erfrischende Fruchtschorle. Haben wir nicht alle in Erinnerung: „Früchte, Tee und solche Dinge sind gesund?“ Das mag ja grundsätzlich sein aber viele dieser Worte werden dazu benutzt, um hoch zuckerhaltige Getränke auf den Markt zu bringen Ein Beitrag in den ZDF Nachrichten greift Studien von der Verbraucherorganisation Foodwatch oder von dem Zentrum für Ernährungsmedizin & Prävention in München auf und zeigt, welche Zuckerfallen hier auf uns lauern.

Wissen Sie immer was Sie da gerade an Zucker mittrinken?

Eine Ernährungswissenschaftlerin erklärt, dass ohne die Vielzahl der gesüßten Getränke es nicht so viele übergewichtige Menschen in Deutschland und zahlreichen anderen Ländern gäbe.

Dabei erklärt das Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention in München, dass man durch ein Glas fertig gemixter Fruchtsaftschorle gleich 6 Stücke Würfelzucker mit trinkt. 6 Stück Würfelzucker entsprechen dabei alleine 18 g Zucker. Noch schwerwiegender sieht es bei den sogenannten Softdrinks aus. Hier reicht schon ein Glas des Softdrinks, um gleich 9 Zuckerstücke zu sich zu nehmen. Wenn man überlegt, dass die Weltgesundheitsorganisation als empfohlene Tagesdosis 25 g freien Zucker, also zugesetzten Zucker, anrät nicht zu überschreiten, dann wird klar, dass die Grenzen sehr sehr schnell überschritten sind.

Übrigens: Die Nährwertangaben stehen meist auf der Rückseite der Getränke, welche allerdings selten bis gar nicht gelesen oder wahrgenommen werden.

Mehrere Organisationen, die sich mit Ernährung und Gesundheit der Bevölkerung befassen, schlagen nun mal wieder Alarm: Nicht nur in Deutschland haben wir ein „dickes“ Problem! Laut Robert-Koch-Institut sind bei den Männern 67 % in Deutschland übergewichtig. Bei den Frauen sind es immerhin 53 %. Dabei gelten rund 1/4 der Deutschen als adipös (fettleibig). Sie haben einen BMI (Body-Mass-Index) von über 30.

Zucker und die Zahngesundheit

Das Zucker unter anderem dick macht, ist den Meisten bekannt. Wir Kieferorthopäden und ebenfalls die Zahnärzte gehen da noch weiter und machen auch vor der Gefahr von Zucker für Zähne und Kiefer aufmerksam. Unsere Zähne sind umgeben von Bakterien, die sich mit großer Vorliebe von Zucker ernähren, welcher dann in Form von Säure als Stoffwechselprodukt ausgeschieden wird. Dieser greift den Zahnschmelz an und Karies entsteht.

Ofmals die Zuckerfallen: Zahlreiche Getränke

Aber wissen wir wo sich die Zuckerfallen befinden? Laut der Verbraucherorganisation Foodwatch konsumieren wir, oftmals ganz unbewusst, zusätzlich zu den ca. 18 g Zucker, die wir in Süßigkeiten im Durchschnitt täglich zu uns nehmen, viel größere Mengen Zucker durch den Getränkegenuss. Gerade in den Erfrischungsgetränken wie Saftschorlen, Softdrinks, Eistees und den vor allem bei Kindern beliebten Slushis befindet sich enorm viel Zucker. Versteckten Zucker, in Form von Fruchtzucker, welcher oft unterschätzt wird, findet man auch in den als gesund geltenden Smoothies.

Noch ein weiterer Tipp: Die WHO empfiehlt nicht mehr als 2 Portionen Obst am Tag zu essen. Und besser das Obst essen als trinken. Denn Essen fördert das Sättigungsgefühl und kauen soll sich positiv auf das Nervensystem auswirken sowie dem Stressabbau dienen.

Den gesamten Bericht "Vorsicht süß..." können Sie beim ZDF nachlesen.

Auch die erwähnte Marktstudie der Verbraucherorganisation Foodwatch klärt über Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke auf.

Und einen Artikel zu Slush (Getränken) finden Sie HIER.

Foto: ©WoGi / fotolia.com



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